The Auteurs | Back With The Killer Again

Es ist Oktober, der traditionelle Horrormonat, ich habe dem Blog zum x-ten mal in diesem Jahr einen neuen Namen nebst URL und sogar ein frisches About verpasst, und ja, mir ist wirklich zutiefst grotesk zumute. Da passt dieses Video der Auteurs perfekt als erster Beitrag unter neuer (und hoffentlich haltbarer) Flagge. Sieht aus wie ein Gewächs aus dem Hause Marilyn Manson, klingt zum Glück aber nicht so…

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Telefís | The Carthaginians

Nach wie vor besteht meine musikalische Diät momentan aus nur wenigen Zutaten, mit Pink Floyds 2018er Remix der „Animals“ an der Spitze… und die letzte Single „The Carthaginians“ von Telefís. Und diese aus allen Rohren in Dauerschleife, bei diesen posthumen Veröffentlichungen mit meinem irischen Musikhelden Cathal Coughlan versuche ich gar nicht mehr, mich dagegen zu wehren. Warum auch, das Trauerjahr ist noch lange nicht vorbei…

Did you catch our name?
No, don't be stupid, names don't mean a thing to us!
We all sound the same
I don't care who you are, just play the Hucklebuck

Eine augenzwinkernde Verbeugung vor den irischen Showbands der 60er und 70er Jahre, und einer direkt gezogenen Linie zu irischen Indie-Bands der 80er, im Video in Form früher Clips von U2, Microdisney, Nun Attax und The Virgin Prunes. Alles feine Hausnummern, nebenbei gesagt :)

Viagra Boys | I Ain’t No Thief

Der ideale Song für die abendliche Ohrenspülung, zum morgendlichen Aufstehen (ist momentan mein erster Weckton für 4:35 Uhr aufm Handy), und generell für all die Momente, in denen es einfach mal rumpeln darf. Bei mir zur Zeit also 24/7.

Mehr davon gibt’s auf dem neuen Album Cave World. Und immer merken:

I ain't no thief
We just got the same stuff

Also doch…

…ich geb noch nicht auf, und wieder mal hat der Blog einen neuen Titel verpasst bekommen, wenn auch diesmal nur eine Abwandlung des vorherigen 28 Books Later… Da bin ich dann doch hartnäckiger, als ich im letzten trübseligen Post gedacht hätte. Aufgeräumt hab ich auch schon ein bisschen, da wird aber noch kräftig dran geschraubt. Wohin es hier letztendlich gehen wird, wage ich nicht vorherzusagen, kommt ja sowieso ganz anders – daher auch der neue Name. Die Einschränkung auf ganz bestimmte Interessen war vielleicht immer mein Fehler, ich werd es ja merken, ob der Verdacht stimmt.

Ich mach dann mal weiter hier.

Hm…

…ob ich hier nicht doch demnächst den Vorhang zuziehe und das Licht ausknipse? Alles, wirklich ausnahmslos alles, was ich hier anfangen möchte, versandet nach einem Post voller guter Vorsätze im digitalen Nirvana, was mir wiederum nachhaltig die Lust auf weitere Anläufe versalzt.

Dazu kommt noch die inzwischen über zwei Jahre (!!) anhaltende Leseflaute bzw. Leseunlust, die auch nicht unbedingt dabei hilft, hauptsächlich über Gelesenes zu schreiben. Teufelskreis, elender.

Und nein, ich hab mitnichten vom Horrorgenre den Kanal voll, andere Stilrichtungen scheitern gleichermaßen daran, mich ans Buch zu fesseln. Ganz gleich, ob es sich um ein elektrisches oder papiernes Exemplar handelt, das Argument zieht auch nicht.

Ich lass das jetzt mal so hier stehen. Wer weiß, ob ich nächste Woche nicht doch mit der garantiert motivierenden Idee für den Blog aufwache…

Lost in Digitalien

So langsam frage ich mich, was mich geritten hat, diesen Blog für Gedanken zu und über meine geliebte Horrorliteratur einzurichten… aller guten Vorsätze zum Trotz schaffe ich es einfach nicht, mein Gedankenkarussell regelmäßig in schriftliche Form zu bringen, obwohl da durchaus einiges raus möchte.

Stattdessen fließt meine zunehmend dunkelschwarze Laune immer häufiger in meine Pinsel, und inzwischen bevorzugt in den Digi-Pen fürs Tablet. Ich habe vor ein paar Wochen für mich die Procreate-App entdeckt, und zu sagen, dass ich schwer verliebt bin, wäre noch untertrieben! Es dürfte passende Pixelpinsel für so ziemlich jede denkbare Zeichentechnik geben, und dem Herumexperimentieren sind damit keine Grenzen gesetzt. Von schnell hingesudelten Kritzeleien bis zu sorgfältigen, zeitaufwendigen Zeichnungen geht alles, ein paar Beispiele zeige ich hier einfach mal her:

Eine Tracing-Übung mit einem meiner liebsten Vokalakrobaten (Vorlage hier), ein spontan neben dem Hören visualisierter Song (Gallows Hill), und die Großstadt in Zeiten der Seuche. Digitales Zeichnen ist sehr befreiend, bin gespannt, wo ich damit noch landen werde.

#Nichtober Tag 1: Walfisch

Oktober 2021, und wieder lockt mich die Versuchung der Inktober-Challenge… Die mich bislang zuverlässig je-des-mal komplett überfordert und zum Abbruch in der ersten Woche gebracht hat. Deprimierend gute „Konkurrenz“, ständiges Drama in der weltweiten „Community“, Streitereien über „zulässige“ Techniken, und Ernüchterung angesichts meiner eigenen bescheidenen Fähigkeiten… Nein, Spaß geht anders.

Mit der Gesamtsituation unzufrieden: Walfisch

Trotzdem juckt mir der Pelz, es nochmal zu versuchen, und dieses Jahr pfeife ich auf den #Inktober und Folge lieber den Vorgaben des #Nichtober von Joscha Sauer, der für seine herrlich fiesen „Nicht lustig“-Cartoons bekannt ist. Das war letztes Jahr schon der angenehmer zu verfolgende Hashtag, wie könnte ich also widerstehen… 🤗

Das erste Stichwort ist Walfisch, und meiner ist in seiner verschmutzen Brühe zu einem mächtig angepissten Frankenfisch mutiert. Was ich auch erst kurz vor Fertigstellung des Machwerks gemerkt hab 🤪

Sämtliche Zeichnungen landen in einem schon viel zu lange ungenutzt herumliegendem quadratischem Aquarell-Sketchbook mit grau getöntem Papier von Hahnemühle, umgesetzt mit Tintenfüller, Tuschepinsel, Feder und Aquarellfarben von Golden Qor.

Und jetzt drück ich mir selber die Daumen, weiter als Tag zwei zu kommen…

Die Stichwörter des #Nichtober